Studientag gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung

Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen des Eleonoren-Gymnasiums nehmen im Rahmen des Sozialkundeunterrichts seit einigen Jahren an einem „Studientag gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung“ teil. Dieses Mal war es am 23.10.17 wieder soweit. Zudem hat sich das Eleonoren-Gymnasium dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen und es sich schon deshalb zur Aufgabe gemacht, Diskriminierungen entschieden entgegen zu treten. Der Besuch des Studientages ist somit einer von vielen Bestandteilen der Demokratieerziehung, die das Eleonoren-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern vermitteln möchte.

Der Studientag ist ein Produkt aus der Kooperation der Fridtjof-Nansen-Akademie Ingelheim, mehrerer Landesministerien und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. In den Räumen der Fridtjof-Nansen-Akademie Ingelheim verbrachten die Jugendlichen unter der fachlichen Anleitung verschiedener Referenten einen ganzen Tag, an dem sie sich nicht nur über den Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz informierten, sondern auch die Gefahren rechtsextremer Propaganda kennenlernten und sich mit ihnen auseinandersetzten. Dabei durften die Zehntklässler auch selbst aktiv werden. Sie entwickelten beispielsweise eine Vision einer Gesellschaft, in der sie gerne leben möchten und legten für die darin lebenden Menschen Regeln und Normen fest. Auch versetzten sie sich in verschiedene Personengruppen, die in der Gesellschaft häufig diskriminiert werden, und wurden so dazu angeregt, mit diesen mitzufühlen und eigene Sichtweisen zu hinterfragen. In verschiedenen Workshops, wie z.B. dem Workshop „Rechtsextremismus im Fußball“ und „Rechtsextremismus im Internet“ sowie dem Workshop „Verbindung zwischen Rechtsextremismus und Gewalt“, absolvierten die Schülerinnen und Schüler Rollenspiele wie z.B. das Abhalten einer Pressekonferenz. Auch übten sie sich darin, rechtsextreme Parolen zu entlarven und sich diesen entgegenzustellen.

Das Ziel des Studientags war es, aufzuklären und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich dem entgegen stellen kann. Gerade junge Menschen müssen gewappnet sein, müssen die Werte unserer freiheitlichen Grundordnung kennen und Zivilcourage lernen. Im Nachgang sind sich die Zehntklässler einig, dass es ein gelungener Tag war und auch zukünftige Klassen diese Veranstaltung besuchen sollten.