Eleonoren-Gymnasium
Worms
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Erasmus+ in Oslo – Eine Woche, die verbindet und begeistert

Eine Woche in Norwegen, neue Freundschaften, spannende Einblicke und jede Menge unvergesslicher Erlebnisse – der Erasmus+-Austausch des Eleonoren-Gymnasiums mit der Nydalen videregående skole in Oslo war für alle Beteiligten eine einmalige Erfahrung.

Vom 28. Februar bis zum 7. März 2026 machten sich 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 auf den Weg in den hohen Norden. Schon bei der Ankunft wurde schnell klar: Diese Reise würde mehr sein als nur ein Schulbesuch im Ausland. Herzlich aufgenommen von ihren Gastfamilien, tauchten die Jugendlichen direkt in den norwegischen Alltag ein – und fühlten sich vom ersten Moment an willkommen.

Die Woche war abwechslungsreich und intensiv gestaltet. Neben der Teilnahme am Unterricht in Oslo standen Workshops, gemeinsame Projekte und spannende Exkursionen auf dem Programm. Besonders beeindruckend waren Besuche im Friedensnobelpreis-Center, im Akershus-Schloss sowie im 22. Juli-Center, das eindrücklich an die Ereignisse von 2011 erinnert. Auch die Erkundung verschiedener Stadtviertel und der modernen Stadtbibliothek boten viele neue Perspektiven.

Was im Klassenzimmer oft geübt wird, wurde hier zur gelebten Realität: Kommunikation auf Englisch – und manchmal auch auf Deutsch – war der Schlüssel zum Alltag. Ob in der Gastfamilie, in der Schule oder unterwegs in der Stadt: Die Schülerinnen und Schüler meisterten die sprachlichen Herausforderungen mit wachsender Sicherheit und viel Engagement. Hemmungen verschwanden schnell, und viele waren überrascht, wie gut Verständigung auch spontan funktioniert.

Der Austausch bot weit mehr als sprachliche Fortschritte. Das Leben in den Gastfamilien, der gemeinsame Schulalltag und die Zusammenarbeit in deutsch-norwegischen Gruppen ermöglichten intensive interkulturelle Erfahrungen. Unterschiede im Alltag, in der Schule oder in gesellschaftlichen Fragen wurden nicht nur wahrgenommen, sondern aktiv reflektiert.

Besonders spannend war auch der Einblick in das norwegische Bildungssystem – vor allem im Bereich Digitalisierung und Inklusion. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen zahlreiche konkrete Ideen und inspirierende Eindrücke mit, die zugleich den Wunsch geweckt haben, auch an deutschen Schulen Veränderungen anzustoßen. Die Erfahrungen in Oslo haben deutlich gemacht, welches Potenzial in modernen Lernumgebungen, digitaler Ausstattung und gelebter Inklusion steckt. Daraus ist bei vielen der Ansporn entstanden, diese Ansätze als Vorbild zu nutzen und sich künftig aktiv für verbesserte Rahmenbedingungen und innovative Entwicklungen im eigenen Schulalltag einzusetzen.

Für viele war es die erste längere Zeit fernab der eigenen Familie – eine Herausforderung, die alle mit Bravour meisterten. Sich in einer fremden Stadt orientieren, den Alltag eigenständig organisieren und gemeinsam Entscheidungen treffen: All das stärkte Selbstvertrauen, Teamgeist und Eigenverantwortung.

Vor allem aber wurde Europa in dieser Woche greifbar. Freundschaften entstanden, kulturelle Unterschiede wurden als Bereicherung erlebt, und der europäische Gedanke bekam ein ganz persönliches Gesicht. Der Austausch hat gezeigt, wie wichtig Begegnungen auf Augenhöhe sind – und wie viel sie bewegen können.

Die Begeisterung unter den Teilnehmenden war durchweg spürbar – viele wären am liebsten noch länger geblieben. Neue Freundschaften, gestärktes Selbstvertrauen und unzählige Eindrücke machen diesen Austausch zu etwas ganz Besonderem.

Eines ist sicher: Diese Woche in Oslo wird allen noch lange in Erinnerung bleiben – und ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie lebendig, bereichernd und erfolgreich europäischer Austausch sein kann.